REVIEW

[DE/ENG] Review: Unsterblich by Jens Lubbadeh

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Hallihallo,

dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Bloggerportal zur Verfügung gestellt und ich war sehr überrascht, wie gut es in die heutige Zeit passte. Aber gleich mehr dazu.

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Buchinformationen

Titel: Unsterblich
Autor: Jens Lubbadeh
Seiten: 445
Preis: [DE] €14,99 [AT] €15,50
Genre: Science Fiction

Herausgeber: Heyne
Herausgegeben: Januar 2016
Hier bei Heyne kaufen

Cover und Aufmache

Bei dieser Ausgabe handelt es sich um ein Taschenbuch mit Klappe. Die Cover-Illustration ist ein toller Blickfang und sehr plakativ gestaltet worden. Die Farben, schwarz, weiß und gold als Schmuckfarbe geben viel her und verleihen dem Buch ein edles Aussehen. Die Illustration einer abstrahierten Schauspielerin Marlene Dietrich deuten auf den roten Faden hin, welcher sich durch das Buch zieht.

Erstes Durchblättern

Jedes Kapitel hat die Illustration auf dem Cover seitlich als Markierung bekommen und macht meiner Meinung noch klarer deutlich, dass es der Beginn eines neuen Abschnittes ist. Besonders gut entdeckt man anhand des Buchschnittes dadurch die neuen Kapitel. Wenn schon so ein Schmuck verwendet wird, hätte ich gerne unterschiedliche Persönlichkeiten gehabt, so wirkt es doch etwas zu oft wiederholt und auf das Cover hingewiesen. Die Kapitelüberschriften haben passend ein futuristisches Aussehen bekommen.

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Über den Autoren Jens Lubbadeh

Vor Unsterblich habe ich noch nie etwas von diesem Autoren gehört, was aber auch kein großes Problem für mich darstellt. Von unbekannten Autoren zu lesen ist auch interessant. Jens Lubbadeh ist freier Journalist und schreibt für Die Zeit und viele weitere Print- und Digitalmedien. Er war Redakteur bei Spiegel Online und Technology Review und wurde für seine Arbeit mit dem Herbert Quandt Medienpreis ausgezeichnet (nach dem Klappentext von Unsterblich).
Dieses rezensierte Buch ist also nicht nur der Debutroman von Jens Lubbadeh, sondern passt auch noch thematisch zu seinen bisherigen Aufgabenbereichen, wenn ich es einmal so frei interpretieren darf.

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Quelle:  diezukunft.de/sites/default/files/Redaktion/img_8362.jpg

Der Inhalt

Wir befinden uns im Jahre 2044, wo Menschen nicht mehr sterben können. Gut, können sie schon, aber ihre Daten werden verarbeitet, sodass sie als digitale Menschen, Ewige, wiederauferstehen können. Gesehen können sie aber nur, weil Menschen in dieser Zeit einen Chip eingebaut haben, um die digitale Welt sehen zu können. Es ist quasi die Zukunft der Augmented Reality.

Der Protagonist Benjamin Kari arbeitet als Versicherungsagent für Fidelity, die Tochterfirma von Immortal, welche es möglich macht, Ewige herzustellen. Knifflig wird es für die Firma, als die Ewige Marlene Dietrich verschwindet und die Bevölkerung sich zu fragen beginnt, wie unsterblich das ewige Leben wirklich sein kann und ob Immortal wirklich die Firma ist, für die sie sich auszugeben scheint – eine Verbesserung für die Welt.

Kari wird auf eine Mission geschickt, um für Immortal herauszufinden, was mit Marlene Dietrich nun wirklich passiert ist. Umso tiefer er in den Fall eintaucht, desto eher merkt er, wie zerbrechlich die Welt der Ewigen eigentlich ist und wie gefährlich es sein kann, mit viel zu viel Wissen auf derselben Erde wie Immortal zu wandern.

Meine Meinung

Für mich war es ein sehr intelligent geschriebenes Buch, bei dem ich öfter das Gefühl hatte, dass es nicht so umwegig sein würde, eine vermischte Realität in der nahen Zukunft zu erstellen. Wenn man sich Oculus Rift oder Hololenses beispielsweise ansieht, diese sich bei uns noch in den Anfangsstadien befinden von dem, was sie vermutlich in der Zukunft alles machen könnten, fragt man sich natürlich auch, wie weit diese realitätsverschwimmenden Brillen gehen können.

Im krassen Gegensatz dazu kombiniert geht die ewige Frage weiter, was denn wäre, wenn man unsterblich wäre und wie man dies bestenfalls hervorrufen könnte. Mit Daten, Code und im Gehirn eingebauten Chips scheint das nicht mehr so weit hergeholt zu sein. Doch will man ewig leben? Klar wäre das irgendwie toll, dennoch sollte man sich dann auch weiterentwickeln können anstelle von stehenbleiben und alles beim alten lassen.

Dieses Problem des Stillstandes bei Ewigen wurde auch besonders im Buch thematisiert. Ewig leben schön, aber bitte mit Weiterentwicklung! Doch wenn man einer korrupten Firma unterworfen liegt, die nur den eigenen Nutzen zum Vorteil hat, können sich selbst die besten Absichten ganz schnell zum Bösen wenden.

Wie man sieht, beschäftigt einen Unsterblich also ganz schön und lässt einen rätseln, wie es denn mit der wirklichen Realität weitergehen könnte.

Die Erzählweise des Buches hat seine Höhen und Tiefen. Oft dachte ich, die Geschichte sei gleich zu Ende obwohl noch lange nicht die letzte Seite erreicht war – und wusch kam plötzlich ein neues Detail ins Spiel und das Katz-und-Maus Gejage ging weiter. Das fand ich ein bisschen unausgeglichen, aber es war nicht weiter schlimm. Bis zu einer gewissen Stelle war es auch erträglich, dann jedoch überzeichneten sich manche Ereignisse so deartig, dass es fast schon zu lächerlich war.

Es ist ungefähr so zu verstehen: Dreiviertel der Geschichte sind sehr nett zum lesen und wirken so als wüsste man schon längst, was 2044 passieren würde. Es war logisch. Dann aber gerät die Geschichte aus dem Ruder und es wirkt wie eine Abenteuergeschichte, die zum restlichen Buch nicht mehr wirklich passt.

Ganz abgesehen davon, dass das richtige Ende dann sehr rasch und lückenhaft abgeschlossen wurde. Während anfänglich noch genau und einleuchtend alles erklärt wurde, war die Auflösung der ganzen lang gezogenen Fragen dann doch etwas mickrig. Wie gesagt, das letzte Viertel des Buches passte nicht mehr ganz zum Anfang hinzu.

Bezogen auf die Charaktere waren diese nett, mit Gründen, so zu handeln, wie sie es nun taten. Sie wirkten ihrem Alter entsprechend (was in manchen Genre nicht immer der Fall ist), jedoch fehlte mir bei manchen Charakteren dann doch die Tiefe. Genauere Beweggründe. Besonders bei den Bösewichten fehlte mir dann doch etwas mehr als die angekratzte Oberfläche. Diese hatten im Nachhinein einen sehr klischeehaften Nachgeschmack.

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Fazit

Im Grunde war es ein sehr gutes Buch, dessen Ende ein wenig stört aber hey, in ein paar Tagen werde ich schon wahrscheinlich weniger negativ darüber denken. Denn ziemlich das ganze Buch über hatte ich sehr Spaß es zu lesen, der Schreibstil war flüssig und spannend und es gab nie Passagen, die zu lang gezogen waren.

Jedoch war das Ende dann so merkwürdig, dass ich Unsterblich von Jens Lubbadeh nur 4 von 5 Sternen geben kann. Keineswegs eine schlechte Bewertung finde ich.

xo Annina

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unterschrift


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Hi guys, 

Bloggerportal was so friendly to send me this book and I was quite surprised on how fitting this story is for today’s time! But more of it later.

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Book Information

Title: Unsterblich (Eternal)
Author: Jens Lubbadeh
Pages: 445
Price: [GER] €14,99 [AT] €15,50
Genre: Science Fiction

Publisher: Heyne
Published: January 2016
Buy on Heyne

Cover and Make-Over

This edition is a paperback with a folded blurb, which is mostly a thing for hardcover books which have paper jackets. The Cover Illustration is a total eye catcher and was designed very boldly. The colors of black, white and gold are very tastefully used and make the cover seem precious. The illustration of abstracted actress Marlene Dietrich hint the theme of this book.

First browsing

Each chapter has an illustration next to the chapter headline, probably to mark it more obviously. It is getting more importance if you look at the book edge because it is present there. While reading the book you will see when the next chapter is starting without having to browse through the pages. Which is a thing I don’t like, having to browse through unread pages. Back to the Illustration at the beginning of the pages: if an Illustration is used to have a theme going in, it might have been better to use different people than just Marlene Dietrich. Like this it seems repetitive and unoriginal. The headlines of the chapter got a futuristic font to fit the theme of the book, I like that.

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About the author Jens Lubbadeh

Before Unsterblich got published, I’ve never heard of the author before. This hasn’t been a problem for me though, as long as the story is good, I don’t care about details like New authors. The book is especially interesting to read then.

Jens Lubbadeh is a freelancer journalist and writes for Die Zeit and many more print- and digital media. He has been editor at Spiegel Online and Technology Review and got awarded by the Herbert Quandt media price (recited and translated from the blurb of Unsterblich).

So this reviewed book is not only Jens Lubbadeh’s first novel but also a novel that the author can draw experience from his former and current workplaces, if I might interpret it that way.

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Quelle: diezukunft.de/sites/default/files/Redaktion/img_8362.jpg

Plot

The story is located in the year 2044, where people cannot die. Well, they are able to, but their data is processed so that it can be used to digitalize people, called Eternal, and resurrect. People are able to see these digital people made out of code because the main company and founder of this idea, Immortal, has built a chip to be implanted in people’s brains to make digital people and digital objects visible. It is basically the future of augmented reality.

The protagonist Benjamin Kari works as an insurance agent for Fidelity, the subsidiary of Immortal, which makes it possible to produce Eternal. It becomes tricky for the company when the Eternal actress Marlene Dietrich disappears and the population begins to wonder how immortal eternal life can really be and whether Immortal is really the company, for which it seems to pass off – as an improvement for the world.

Kari is sent off to a mission by Fidelity to find out what really has happened with Marlene Dietrich. All the deeper he plunges into the case, the more he realizes how fragile the world of the Eternal is and how dangerous it can be, with too much knowledge, to walk on the same earth as Immortal.

My opinion

For me it has been a very intelligently written book, in which I had often the feeling that it is not so circuitous to create a mixed reality in the near future. If you take a look at Oculus Rift or Hololenses, which are still in the beginning stages of development, you start to ask yourself how far these reality mixing up glassed might go in the close future.

In harsh contrast, the eternal question gets ask: What if it is possible to immortalize humanity and what’s the best way to accomplish that? With data, code and a built-in brain chip that does not seem to be so far-fetched. But does one want to live forever? Obviously that would be great somehow, but then you should be able to have room for development instead of freezing in time forever.

But when one is subjected to a corrupt company that only sees its own benefits in the situation, even the best intentions can quickly turn to evil actions.

As you can see, Unsterblich makes you think and puzzle over a lot about what might be going on in the close reality when it comes to mixed digital reality.

The narrative style of the book has its ups and downs. I often thought that the story was almost done even when the last pages were far but reached – and WAM, suddenly there has been a new detail of the Eternal case and the mouse-and-cat game could continue. I thought that was a bit unbalanced, but it was not too bad. Up to a certain point it was bearable, but then, some events oversubscribed so bad that it was almost too ridiculous.

It is about to be understood in this way: Three quarters of the story are very nice to read and seem as if you knew long ago what would happen in 2044. It was logical. But then the story gets out of hand and it acts like an adventure story that no longer really fit with the rest of the book.

Apart from the fact that the ending has been very quickly and patchy executed. While at the start everything was explained more accurately and obvious, the dissolution of the entire long-drawn questions was a little puny. As I said, the last quarter of the book did not fit the very beginning.

Based on the characters they were nicely done, acting with reason. They acted their age (which in some genre is not always the case), but I was missing some character depth. More precise motives. Especially with the bad guys I was missing the depth, but all I got was a scratched surface. This had a very clichéd aftertaste.

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My Conclusion

Basically it was a very good book, which ending is ridiculous but hey, I probably won’t see it as bad as I do now. The whole duration of reading the book I had fun. The writing style was fluid and exciting and there never have been passages that had been too exaggerated. Very good. However, the end was so strange that I can only give 4 out of 5 stars to Unsterblich by Jens Lubbadeh . Not at all a bad review, I think.

xo Annina

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