REVIEW

(German) Selbstbewusstsein – Der Selbsttest Part 1

Hallo Leute,

heute kommt ausnahmsweise ein Beitrag auf Deutsch. Wieso, wird gleich erklärt.

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Schuld daran ist dieses Buch. “Selbstbewusstsein – Mein Übungsbuch”. Geschrieben von Yvonne Rubin, herausgegeben von GRÄFE UND UNZER Verlag in München soll dieses Buch dabei helfen, das Selbstbewusstsein zu trainieren. Es sind auch andere Bücher dieser Reihe erschienen, wie Zeitmanagement, Meditation und Achtsamkeit. Da ich selbst der Meinung bin, dass es mir unter anderem an Selbstbewusstsein fehlt, wollte ich dieses Buch nicht einfach nur rezensieren, sondern gleich auch noch einen Selbsttest damit durchführen. Und da es von einem deutschen Verlag stammt, sehe ich nicht wirklich den Grund, es auf Englisch zu rezensieren.

Gefunden habe ich das Buch rein zufällig (und habe das Zeitmanagement-Buch für eine Freundin mitgenommen, weil ich es auf sie bezogen witzig fand) und fand die Idee nett, dass man hineinschreiben konnte, anstatt nur davon zu lesen, wie man selbstbewusster werden könnte. Das Learning by doing Konzept hat mir gefallen, also wurde das Buch gleich mitgenommen.

LET’S FETZ! (äh…TEST!)

Nach der Einleitung kommt gleich der erste Test mit mehreren Fragen, um festzustellen, wie selbstbewusst man sich fühlt. Überhaupt nicht, eher nicht oder weiß nicht, nicht immer aber immer öfter sowie trifft voll zu sind Ergebnisse, die nach dem Test “So selbstbewusst bist du” erzielt werden können. Häkchen gesetzt und…eher nicht oder weiß nicht sind bei mir die meisten Fragen ausgefallen. Also schlägt das Buch vor, dass ich zuerst Übungen machen soll, welche meinen inneren Kritiker bändigen sollen, meinen wohlwollenden inneren Begleiter stützen und Übungen, die mir helfen, Fehler zu akzeptieren und trotzdem weiterzumachen. Klingt soweit so gut ganz nach mir, also blättere ich mal zu diesen Übungen.

Um den inneren Kritiker zu bändigen, soll man ihm einen Namen und ein Gesicht geben, indem man ihn zeichnet. Außerdem sollte man sich selbst die Fragen stellen, was genau der innere Kritiker an einem kritisiert. Wahrscheinlich, damit man sich die eigene Kritik greifbar macht und diese dadurch nicht mehr so riesig und belastend wirkt. Funktioniert also meiner Meinung nach ähnlich mit der Panikfrage: “Oh mein Gott, ich habe so viel zu tun, wie soll ich das alles nur schaffen?”. Die Antwort darauf ist eine To-Do Liste, welche das überwältigte Gefühl lindern soll und die to-do Dinge überschaulich werden lässt.

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Gut, ab heute heißt mein Kritiker Sepp und er hat ein ziemlich hässliches Gesicht und eine Hexennase. Im Grunde eine vermenschlichte Grumpy Cat Version. Nun wird einem bewusst gemacht, dass der innere Kritiker quasi Teil der Persönlichkeit ist (na toll, ich hätte ihn nicht Sepp nennen sollen) und dass er nicht nur da ist, um einen das Leben zu vermiesen, sondern auch, um einen anzutreiben und zu motivieren. Wenn er in Maßen quasselt und dich nicht dauerzuquatscht.

Nachdem Sepp nun da ist, braucht er auch einen Aufpasser. Damit er nicht heimlich sein Zimmer mit schwarzer Latexfarbe anpinselt, welche höchst schwer abzubekommen ist. Den wohlwollenden, inneren Begleiter nenne ich Marie.

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Marie hat von mir die Eigenschaften positiv, sanft, verständnisvoll und unterstützend bekommen. So sollte sie dem Sepp Einhalt gebieten. Die Begleiterin soll außerdem dem Kritiker gegensetzen. Zum Beispiel: Sepp macht ein blödes Kommentar darüber, dass ich eigentlich in der momentanen Situation viel lauter sprechen sollte. Marie wird deswegen mit “aber du hast dich schon im Gegensatz vom letzten Jahr verbessert!” antworten und entkräftet deswegen die miese Bemerkung von Sepp. Maries Kommentar soll natürlich stimmen und von einem selbst kommen, aber so kann man Sepp zumindest etwas besänftigen. Maries Kommentar ermutigt dann einen zur Verbesserung, weswegen ich noch in der gleichen Situation (wenn möglich) lauter sprechen kann und somit mich wieder verbessere.

Den letzten Punkt, den ich noch ansprechend werde, ist die “Fehler akzeptieren” Übung. Im Grunde soll das Bewusstsein gesteigert werden, Fehler als eine Lernmöglichkeit zu akzeptieren. Oder eine Bügelfalte, die auch wieder ausgebügelt werden kann. Eine wirklich neue Übung gab es dazu nicht. Man sollte aufschreiben, wie man zukünftigen Fehlern entgegenwirken will. OKAY. Das funktionier bei mir ungefähr gar nicht, da ich Meister in Aufschieberei bin und mir das Lösen der Fehler in die ferne Zukunft schieben würde. Deswegen biete ich eine eigene Lösung an, die mir eher zusagt und vielleicht anderen Aufschiebe-Menschen helfen kann.

Fehler akzeptieren – How to-do Liste:

  1. Man nehme sich Sepp und Marie her.
  2. Sepp raunz einem vor, was der Fehler war. Fehler aufschreiben.
  3. Man schreibt die Gründe auf, weswegen der Fehler passiert ist. Drei Fakten müssen her, sonst sieht es so aus, als hätte man darüber nicht nachgedacht und das ist faul. Wir wollen uns verbessern.
  4. Wenn alles aufgeschrieben ist und man über den Fehler nachgedacht hat, müsste jetzt der Punkt kommen, an dem man sich schlecht fühlt. Gut, soll man. Eine Runde Emo-Grube.
  5. Jetzt ist Marie an der Reihe. Sie soll helfen, das Gute an dem Fehler zu finden. Was hat man dabei gelernt? Wirkt der Fehler auf dem dritten Blick wirklich so schlimm wie nach dem ersten Blick? Was kannst du daraus mitnehmen?

Okay, der letzte Punkt wirkt sehr basic und es lassen sich bestimmt noch mehr Fragen ableiten, wenn man einen spezifischen Fehler vor sich hat. Die Liste soll auch nur die Denkmuskeln anregen, denn dann kommt bestimmt noch mehr heraus. Aufschreiben (mit der Hand) empfehle ich auch deswegen, weil es dann finaler wirkt und es auch nicht so schnell gelöscht werden kann. Und ich mir Dinge, die ich mir aufschreibe, auch besser merken kann.

Das wäre es mit meinem ersten Selbsttest gewesen. Wie es im längeren Verlauf sein wird, kann nur die Zeit sagen. Ich wollte hiermit “mit euch” einen ersten Versuch starten, vielleicht hilft er etwas zu bewegen.

Part 2 wird folgen!

Alles Liebe,

blattzirkus xo 

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4 thoughts on “(German) Selbstbewusstsein – Der Selbsttest Part 1

  1. Das Buch hört sich echt super an und wird auf jeden fall gekauft (ein bisschen Selbstbewusstsein schadet immerhin nie!)
    Ich mag deinen Schreibstil auf Deutsch echt super gerne und auch eine “Test-Reihe” mit dem Buch zu machen finde ich eine super Idee. Freue mich schon auf den nächsten Teil. Ich werde dich wissen lassen wie es mir so mit dem Buch ergeht 😀
    xx Denise

    Liked by 1 person

    1. Das Buch ist echt toll, mir gefällt die Tatsache, dass man hineinschreiben/zeichnen kann sehr gut. Es freut mich, dass du meinen Schreibstil auf Deutsch magst, da wird sowieso hin und wieder was kommen, da es manche Bücher, die ich lese nicht auf Englisch gibt und so irgendwie keinen Sinn machen würde, die auf Englisch zu rezensieren.
      An Teil 2 muss ich noch arbeiten, aber er kommt bestimmt. Danke für dein Kommentar!

      xo Annina

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  2. Also das Zeitmanagement-Buch ist auch nicht schlecht (ich bin die Freundin, die das Buch bekommen hat). Man kann toll reinschreiben und wird sich vieles bewusst. Kann ich auch nur weiterempfehlen. Jetzt muss ich nur noch beobachten, ob ich mich wirklich am Riemen reiße und auch ein besseres Zeitmanagement in Zukunft habe.
    xoxo Virginie from the brunettes

    Liked by 1 person

    1. Ich weiß nie, ob ich euch doch verlinken soll, deswegen erwähne ich dich in erster Linie mal so…und es freut mich, dass es dir gefällt! 😀 Die Disziplin ist ein Hund.

      xo Annina

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